
Nr. 01
Erwachen unter einer Kuppel
Das Erste ist das Licht, und die Form, in der es eintrifft. Es kommt durch ein Zedernholzgitter, dessen Muster jemand vor mehreren Jahrhunderten ersonnen hat, und legt dieses Muster auf den Boden, und im Lauf der nächsten Stunde wandert es – langsam, ganz ohne Geräusch – die Wand hinauf und aus dem Zimmer hinaus. Über einem hält die Kuppel die Kühle der Nacht ein wenig länger als der Rest des Hotels. Das Leinen ist schwer und ungebleicht. Die Wände sind aus Tadelakt, mit Stein poliert, bis sie Licht so halten wie Haut. Nichts hier verlangt etwas von einem. Man liegt still, verfolgt das wandernde Muster und begreift, dass man ein Zimmer erhalten hat, dessen einziger Zweck darin besteht, das Vergehen eines Morgens sichtbar zu machen.













