Destinationen — Juni 2026
Apulien, jenseits der Postkarte
Wo sich das Reisen in Apulien wirklich lohnt — und warum die Monate Mai und Oktober den Unterschied machen.
7 Minuten

Apulien hat sich in zehn Jahren von einer Entdeckung zu einem Ziel entwickelt, das im August an seine Grenzen kommt. Dazwischen liegen Wochen, in denen die Region genau das ist, wofür sie einmal empfohlen wurde: leer, warm, freundlich und erstaunlich gut zu bereisen.
Die Valle d'Itria als Basis
Zwischen Ostuni, Cisternino und Locorotondo liegt das Apulien, das die meisten suchen: weiss getünchte Gassen, Trulli in den Olivenhainen, Märkte am Vormittag. Als Standort funktioniert das Tal besser als die Küste, weil man von hier aus in vierzig Minuten am Meer ist, aber abends im Landesinneren schläft.
Lecce, in der Nebensaison
Der Barock von Lecce verträgt keine Mittagssonne und keine Reisegruppen. Im späten Oktober ist die Stadt ein anderes Erlebnis: warmer Stein, offene Höfe, Restaurants, in denen man ohne Reservierung sitzt.
Die Küste, richtig dosiert
Polignano a Mare ist zu Recht bekannt und im Sommer entsprechend voll. Wer die Küste sucht, fährt weiter südlich Richtung Otranto oder nutzt die frühen Morgenstunden. Der Adria-Abschnitt nördlich von Monopoli bleibt selbst in der Hochsaison ruhiger.
Beste Reisezeit
Mitte Mai bis Mitte Juni und die zweite Oktoberhälfte. Juli und August sind heiss und belebt; wer dann reist, sollte ein Haus mit eigenem Land wählen und die Tage anders planen.
Apulien belohnt Reisende, die wenig vorhaben. Zwei Orte in zehn Tagen sind genug — der Rest ergibt sich unterwegs.


