
Nr. 01
Erwachen im Tal
Die Zimmer sind weniger dekoriert als vielmehr so eingerichtet, wie sich ein altes toskanisches Hotel selbst einrichtet: warmer Stein unter den Füßen, Kastanienbalken über dem Kopf, ungebleichtes Leinen, ein Stuhl dort, wo das Licht um sieben Uhr auftrifft. Man schläft mit zurückgeklappten Fensterläden, und geweckt wird man nicht von einem Wecker, sondern von einem Temperaturwechsel — das Tal atmet aus, Nebel liegt noch in den Rebzeilen, irgendwo zwei Hügel weiter der erste Traktor. Man bleibt noch eine Weile liegen. Nichts im Zimmer legt einem etwas anderes nahe.













