
The Pure Voyage Edit — No. 02 — Juni 2026
Trockenzeit
Sechs Notizen zu einem Monat, in dem sich das südliche Afrika öffnet und Europa noch atmen kann.
Zwischen Juni und Oktober verschiebt sich das Reisejahr nach Süden. Die Vegetation im südlichen Afrika zieht sich zurück, die Tiere sammeln sich an den verbliebenen Wasserstellen, und die Nächte werden kalt genug für ein Feuer.
Diese Ausgabe folgt dieser Bewegung — mit einem Abstecher an die Amalfiküste, die im Juni noch nicht überlaufen ist.

01 — The Return List
Singita Lebombo
Krüger, Südafrika
Fünfzehn Glas- und Stahlsuiten über dem N'wanetsi-Fluss, in einem privaten Konzessionsgebiet am östlichen Rand des Krüger-Nationalparks.
- Warum es zählt
- Die Architektur nimmt sich zurück, wo andere Lodges Afrika inszenieren. In der Trockenzeit kommt das Wild bis unter die Suiten — man sieht mehr vom Deck aus als anderswo bei einer Ausfahrt.
- Für wen
- Für Reisende, die zum ersten Mal auf Safari gehen und Distanz zur Safari-Folklore schätzen. Fünf Nächte, Juni bis September.

02 — Emerging Destinations
Botswana im Winter
Okavango-Delta
Das Delta füllt sich paradoxerweise in der Trockenzeit: Das Wasser aus dem angolanischen Hochland erreicht Botswana erst Monate später.
- Warum es zählt
- Wer im Juni oder Juli kommt, erlebt beides — überflutete Kanäle und trockene Ebenen im selben Camp-Wechsel. Das ist der wesentliche Grund, Botswana nicht im Frühjahr zu planen.
- Für wen
- Für Reisende mit Safari-Erfahrung, die Wasser- und Landgebiete kombinieren möchten. Mindestens sieben Nächte über zwei Camps.

03 — Hotels We Are Watching
One&Only Reethi Rah
Nord-Malé-Atoll, Malediven
Eine ungewöhnlich grosse Insel mit zwölf eigenen Stränden — genug Raum, dass man dem Rest des Hauses tagelang nicht begegnet.
- Warum es zählt
- Auf den Malediven entscheidet die Inselgrösse über das Gefühl eines Aufenthalts. Hier lässt sich zu Fuss oder mit dem Rad etwas tun, was auf kleinen Inseln fehlt: den Ort wechseln, ohne abzureisen.
- Für wen
- Für Familien und für Reisende, die auf kleineren Inseln Enge empfinden. Januar bis April sind verlässlicher als der Sommer.

04 — Worth The Detour
Die Amalfiküste vor der Hochsaison
Kampanien, Italien
Die Küstenstrasse ist im Juni noch fahrbar, die Zitronengärten stehen, und die Restaurants haben Tische frei. Ab Mitte Juli ändert sich das grundlegend.
- Warum es zählt
- Der Unterschied zwischen dem 20. Juni und dem 20. Juli ist an dieser Küste grösser als zwischen zwei Häusern derselben Kategorie. Wer die Wahl hat, sollte früh reisen.
- Für wen
- Für Reisende, die Italien im Sommer möchten, ohne im Verkehr zu stehen. Vier bis fünf Nächte, besser von der See aus erschlossen.

05 — Remarkable Train Journeys
The Royal Scotsman
Schottische Highlands
Ein kleiner Zug mit vierzig Gästen, der in Edinburgh startet und die Highlands in Etappen von wenigen Stunden durchquert.
- Warum es zählt
- Die kurzen Fahrabschnitte sind der eigentliche Vorzug: Man ist täglich draussen — auf einem Anwesen, in einer Brennerei, an einem See — und kehrt abends in dasselbe Abteil zurück.
- Für wen
- Für Reisende, die Zugreisen mögen, aber nicht tagelang sitzen wollen. Ende Mai bis September; das Licht im Juni ist bemerkenswert lang.

06 — Journeys We Love
Safari & Wilderness
Südliches und östliches Afrika
Unsere Zusammenstellung von Camps und Lodges, geordnet nach Landschaft statt nach Marke — Delta, Savanne, Bergwald, Wüste.
- Warum es zählt
- Die häufigste Fehlplanung einer ersten Safari ist die Kombination zu ähnlicher Gebiete. Zwei kontrastierende Landschaften ergeben eine bessere Woche als drei Camps in derselben Region.
- Für wen
- Für die Planung einer ersten oder zweiten Afrikareise. Am sinnvollsten sechs bis acht Monate im Voraus.
Zusammengestellt von Pure Voyage
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