
Journeys
Rail
Züge, in denen die Landschaft die Hauptrolle spielt und der Waggon nur die Bühne stellt.
Eine Zugreise ist die älteste Form des langsamen Reisens. Man packt einmal aus, und trotzdem ändert sich vor dem Fenster jede Stunde alles.
Wir empfehlen sie selten als ganze Reise, fast immer als deren Mitte: zwei bis vier Nächte, eingebettet in Häuser davor und danach.

London, Paris, die Alpen, Venedig
Venice Simplon-Orient-Express
Europa in der Geschwindigkeit der zwanziger Jahre gelesen.
Dauer: Eine Nacht an Bord
Schottische Highlands, ab Edinburgh
The Royal Scotsman
Ein kleines Landhaus, das durch die Highlands fährt.
Dauer: Zwei bis vier Nächte
Rajasthan, Agra, Varanasi
The Maharajas' Express
Indien mit Abstand, aber ohne Distanz.
Dauer: Vier bis sieben Nächte
Cusco, Titicacasee, Arequipa
Belmond Andean Explorer
Südamerikas höchste Zugreise, in aller Ruhe.
Dauer: Ein bis zwei Nächte
Pretoria, Victoriafälle, Kapstadt, Daressalam
Rovos Rail
Das südliche Afrika in der Breite — aus einem Zug, der niemanden drängt.
Dauer: Drei Nächte Pretoria–Kapstadt
Malaysia, Singapur, Regenwald und Reisfelder
Eastern & Oriental Express
Südostasien in der langen Dämmerung.
Dauer: Zwei bis drei Nächte
Wie viele Nächte im Zug sind sinnvoll?
Ein bis zwei. Eine Nacht ist ein Erlebnis, drei werden zur Routine — die Kabinen sind schön, aber klein, und der Reiz liegt im Wechsel zwischen Fahrt und Ankunft. Am besten funktioniert die Kombination: eine Nacht im Zug, danach drei in einem Haus am Zielort. Und: Das Gepäck bleibt klein, der Rest reist voraus.
Notiert von Pure Voyage
Eine Einladung
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