
St. Moritz — Engadin
St. Moritz, ohne den Zwang zur grossen Geste
Ein Grandhotel von 1907 am Seeufer, über Jahre zurückgeholt und um einen ruhigen Neubauflügel ergänzt — historische Räume, moderner Betrieb, kein Gesellschaftsprogramm am Abend.
Warum wir es empfehlen
Ein altes Haus, das man ohne Krawatte bewohnen kann.
St. Moritz hat viele Häuser mit Geschichte, aber wenige, in denen man sich nicht ständig zurechtmachen muss. Die La Margna stand über zwanzig Jahre leer, bevor sie als Grace wieder öffnete — die Fassade und die Gewölberäume sind denkmalgerecht erhalten, alles dahinter ist neu.
Die Lage ist der praktische Vorteil: direkt am See, wenige Minuten zu Fuss ins Dorf und zur Bahn nach Corviglia. Man braucht hier tagsüber kein Auto.
Der Betrieb ist unaufgeregter als in den klassischen Häusern am Hang. Kein Dresscode am Abend, keine Saisongesellschaft, dafür ein Team, das schnell weiss, wie man den Tag gern hätte.

Das Haus
Gewölbe, Stuck und ein neuer Flügel
Die historischen Räume im Erdgeschoss — Halle, Bar, Salon — sind der schönste Teil des Hauses: Kreuzgewölbe, Holztäfelung, Kamin, hohe Bogenfenster zum See.
Der Neubau daneben ist bewusst schlicht in Stein gehalten und bringt die Zimmer mit den grosszügigen Balkonen und dem weitesten Blick.

Küche
Tische am Fenster, See dahinter
Das Restaurant liegt hinter raumhohen Fenstern zum See und den Bergen; gekocht wird alpin-mediterran, mittags leicht, abends etwas ausführlicher.
Die Bar in der alten Halle ist der Ort, an dem man abends tatsächlich sitzen bleibt — auch ohne Tischreservierung im Ort.

Spa
Pool und Sauna nach dem Skitag
Der Innenpool im Untergeschoss ist lang genug zum Schwimmen, dazu Saunen, Dampfbad und ruhige Liegeflächen. Nach einem Tag auf Corviglia ist das der richtige Rhythmus.
Behandlungen lassen sich kurzfristig legen; im Sommer ist das Spa oft fast leer.
Wohnen
Unsere Empfehlung: eine Junior Suite im Neubau mit Balkon zum See.
Die Zimmer im Neubauflügel sind grösser, ruhiger und haben die Balkone mit Blick auf See und Wald — für längere Aufenthalte die klar bessere Wahl. Im historischen Teil wohnt man näher an der Geschichte des Hauses, dafür teils zur Strassenseite. Familien nehmen die verbundenen Zimmer im oberen Stock.


Impressionen
Drei Blicke auf das Haus



Fotografie: Grace La Margna St. Moritz
Unsere Einschätzung
Für wen — und wann
- Passt zu Paaren und Familien, die die Alpen mögen, aber nicht die Etikette der alten Häuser.
- Passt zu Reisenden, die zu Fuss ins Dorf und zur Bergbahn wollen.
- Passt weniger, wenn ein Chalet-Gefühl oder Ski-in/Ski-out erwartet wird.
- Beste Zeit: Januar bis März für Schnee, Juli bis September für Seen, Wandern und leere Wege.
- Vier bis fünf Nächte, gern verbunden mit einer Etappe im Bernina Express oder ein paar Tagen am Comer See.
Lage
Wo das Haus liegt
Das Haus steht am unteren Rand von St. Moritz-Bad, direkt über dem See und wenige Minuten von der Talstation entfernt.
- Nächster Flughafen
- Zürich (ZRH), rund drei Stunden; Mailand-Malpensa ähnlich.
- Anreise
- Bahn bis St. Moritz — die Strecke über Chur und den Albula ist Teil der Reise; Transfer ab Bahnhof in fünf Minuten.
- In Reichweite
- Corviglia per Bahn ab Dorf, Sils und Maloja rund 15 Minuten, Bernina-Strecke ab Pontresina.
Kartendaten: Google Maps
Eine persönliche Anfrage
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Wir kümmern uns um Zimmer, Bahnanreise, Skipässe oder Bergführer und die Tische, die sich lohnen.
Häufig verbinden wir das Haus mit dem Bernina Express, dem Comer See oder ein paar Nächten in Zürich.
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Preisrahmen
Was eine Reise in Weiter entfernt ungefähr kostet
- ab etwa 500 € pro Person und Nacht
- 800 bis 1.800 € je nach Haus und Saison
Bei Fernzielen entscheidet die Streckenführung oft mehr über den Preis als das Hotel.
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